Freiburg

Freiburg möchte seine Umwelt schützen und seine einzigartige Erholungslandschaft erhalten. Dafür unterstützt die Stadt die Erzeugung von Lebensmitteln im ökologischen Landbau und  regionale Versorgungsstrukturen.

Umweltpolitisches Ziel der Stadt Freiburg für den Agrarsektor und die Erzeugung von Lebensmitteln ist es, den regionalen, ökologischen Landbau zu stärken und dafür regionale Versorgungsstrukturen zu fördern. Die Gründe für dieses Engagement lagen zunächst beim Wasser-, Boden- und Naturschutz und dem Erhalt der hohen Attraktivität der hiesigen Erholungslandschaft. Dann kamen Aspekte einer gesunden Ernährung mit regionalen und biologischen Produkten, insbesondere bei der Schulverpflegung, hinzu. Nicht zuletzt leistet ökologische und regionale landwirtschaftliche Produktion einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz. Auch wenn Freiburg als Stadt nur in speziellen Fällen selbst in die Landwirtschaft eingreift, so unterstützt sie diese von der Seite des Konsumverhaltens und des nachhaltigen Lebensstils.

Fakten zur Biostadt Freiburg

  • 1991 Einrichtung von Stadtteilmärkten (Erzeugermärkten, mit dem traditionellen Münstermarkt derzeit 18)
  • 2001 Programm der Ökostation zu regionalen und ökologischen Produkten bzw. Produktionsstätten, unterstützt von der Stadt Umweltverwaltung
  • 2002 Einrichtung eines jährlichen Regionalmarkts mit Naturpark Südschwarzwald und Naturgarten Kaiserstuhl
  • 2004 Erste „Stadt-Land-Partnerschaft“ (zwischen Freiburger Stadtteilen und ländlichen Gemeinden des Naturgartens Kaiserstuhl, aktuell 5 Partnerschaften)
  • 2004 Stadt und Region gegen "grüne" Gentechnik in der Landwirtschaft
  • 2008 Themenzyklus "Lebens-Mittel" im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Nachhaltigkeit als Lebenskunst"
  • 2008 Start "Gesunde Schulverpflegung" mit regional-ökologischen Produkten (Bio für Kids)
  • 2009 Nachhaltigkeitsziele („Aalborg-Commitments“) umfassen u. a.: Biodiversität, ökologische Landnutzung, Verwendung ökologischer Lebensmittel
  • 2009 Einführung von Bio-Getränken im Zentralrathaus
  • 2011 "200 Familien aktiv fürs Klima" zum Ausprobieren regionaler, saisonaler, biologischer und vegetarischer Ernährung
  • 2013 Einrichtung Ostermarkt mit vorrangig ökologischen regionalen Produkten

Stetig: Anteil regionaler und ökologischer Lebensmittel beim Mittagessen in Kindergärten und -tagesstätten, Mensen der Schulen und städtischen Kantinen (Berichte zur nachhaltigen Beschaffung in 2-jährigem Abstand)

 

Ziele der Biostadt Freiburg

  • Erhaltung der Biodiversität und der naturnahen Ökosysteme.
  • Sicherung der kleinteiligen durch Artenvielfalt geprägten typischen Natur- und Kulturlandschaft.
  • Ökologische Landnutzung voran bringen – Erhöhung des Anteils ökologischer Landnutzungsformen der Land- und Forstwirtschaft.
  • Unterstützung von Strukturen und Maßnahmen für ökologisch, regional und fair produzierte und gehandelte Produkte.
  • Angebote, Projekte und Kampagnen für einen nachhaltigen Konsum und eine nachhaltige Lebensweise und eine weltweit gerechte Entwicklung fördern.
  • Erhalt und weitere Ansiedlung des qualitativ hochwertigen regionalen Einzelhandels und der regionalen Lebensmittelproduzenten.

Unsere wichtigsten Themen

  1. Schulverpflegung („Besser-Esser“, „Kantinen-Kongress“)
  2. Bildung für nachhaltige Entwicklung (in einem Netzwerk von Bildungsträgern und außerschulischen Lernorten)
  3. Regionale Lebensmittel: Studie „Regionaler Konsum in Freiburg“ (2015), Förderung regionaler Versorgungsstrukturen

Unsere Erfahrungen

  • Bio ist keine Produktqualität, die als Luxus bestimmten Konsumentenschichten vorbehalten bleibt, sondern die ökologische Qualität der Produktionsweise unserer Lebensmittel.
  • Die Wertschätzung ökologischer Lebensmittelproduktion verlangt regionale Versorgungsstrukturen mit vertrauensvollen Beziehungen zwischen Stadt und Umland, zwischen Konsumenten und Erzeugern.

Kontakt

Ansprechpartner

Stadt Freiburg Umweltschutzamt

Thomas Dresel
Telefon 0761 201 6146
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Gefördert durch

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft
Kontakt

Dr. Werner Ebert
BioMetropole Nürnberg
Hauptmarkt 18, 90403 Nürnberg
Telefon: 0911 / 231 41 89
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