Erfurt

Erfurt arbeitet in Umsetzung der Agenda 21 und der Agenda 2030 bereits seit Jahren kontinuierlich daran, die Stadt nachhaltig zu entwickeln und zukunftsfähig zu gestalten. Das betrifft auch den Sektor einer nachhaltigen Beschaffung und die Erhöhung der Präsenz und Akzeptanz nachhaltig, fair und regional beschaffter Produkte in allen Lebensbereichen.

Die wesentlichen Fakten

Parallel zum Beitritt der Stadt Erfurt zum Netzwerk Biostädte wurde durch den Stadtrat ein gemeinsames Steuerungsgremium „Fairtrade Town und Biostadt Erfurt“ berufen. Mitglieder des Steuerungsgremiums sind Vertreter der Fraktionen des Erfurter Stadtrates, Ämter der Stadtverwaltung, Bio-Akteure, Bio-Vermarkter, Bio-Geschäfte und Restaurants, die Erfurt Tourismus- und Marketing GmbH, das Bistum Erfurt, die Geschäftsstelle der DEHOGA Thüringen e. V. u.a.

Es arbeiten drei Arbeitsgruppen innerhalb des Steuerungsgremiums:
o    AG Fachgespräche/Veranstaltungen/Wirtschaft
o    AG Öffentliche Beschaffung
o    AG Öffentlichkeitsarbeit

Das Steuerungsgremium hat einen Arbeitsplan beschlossen, in welchem Ziele, Wege und Zielgruppen zu Verbesserung der Akzeptanz bio-fairer und regional gehandelter Lebensmittel aufgezeigt sind.

Ziele der Biostadt Erfurt

Ziel  der „Fairtrade Town und Bio-Stadt Erfurt“ ist es, viele Menschen in Erfurt von Bioprodukten zu überzeugen und Verkaufseinrichtungen, aber Anbieter in der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung zu mehr Bio-Angeboten zu motivieren. Dies soll zum einen durch die Erweiterung des Angebots an Bioprodukten in der Stadt geschehen, zum anderen sollen Verbraucherinnen und Verbraucher durch Aufklärungsarbeit über die Besonderheiten von Bioprodukten dazu motiviert werden, vermehrt bio-faire und regional angebaute Produkte  zu kaufen.

Ideen und Zielsetzungen des Steuerungsgremiums:

o      Erhöhung der Öffentlichkeitsarbeit
o     Erhöhung der  Bio –Schulobst  und - Außer Haus Verpflegung             
o     Fortführung der Fairtrade- Bewerbungen und Ausweitung auf Hochschulen

Weitere Themen und Projekte in Erfurt, bei denen gemeinsam mit zahlreichen Bio-Akteuren, Bildungseinrichtungen, Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette bis hin zu städtischen Ämtern und der Zivilgesellschaft agieren, sind zum Beispiel die seit mehreren Jahren regelmäßig stattfindenden Bürgerfeste "Stadt im Wandel" und die Fairen Adventsmärkte.
Neben zielgruppenspezifischen  Fachgesprächen und Podien zu ökologisch erzeugten Produkten sollen diese Stadtfeste genutzt werden, um durch Informationsangebote und Aktionen mit Unternehmen aus der Bio-Branche entsprechendes Wissen zu vermitteln und zum bewussten Handeln anzuregen.

Auch die regelmäßig im Rahmen des Erfurter Weihnachtsmarktes  stattfindende Öko-Kinderbackstube soll breiter genutzt werden, um den Gedanken "Bio-Rigio-Fair" als Bildungspodium schon unter Schülerinnen und Schüler der Grundschulen zu vermitteln.

Unsere Projekte

Durch eine Intensivierung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie der Kommunikation außerhalb und innerhalb der Stadtverwaltung Erfurt (zum Beispiel beim Bio-Schulobstprogramm an Grundschulen und KiTa's) sollen Verbraucherinnen und Verbraucher zum vermehrten Konsum von Bioprodukten motiviert werden.
Noch bestehende Probleme sollen abgebaut und kontinuierlich an der Erhöhung des Bio-Anteils an der Schul-, KiTa- und Gemeinschaftsverpflegung gearbeitete werden sowie private Verbraucherinnen und Verbraucher in der Akzeptanz zu Bioprodukten gestärkt werden.

Als Informations- und Werbematerial sollen die Angebote, z. B. des Bioeinkaufsführers Thüringen des Thüringer Ökoherz e. V. als Mitglied des Steuerungsgremiums (auch als App für das Smartphone verfügbar) breiter kommuniziert und zur Anwendung empfohlen werden, ebenso die Angebote von "Hofladen-Bauernladen.INFO".

Durch die Arbeitsgruppe AG Fachgespräche/Veranstaltungen/Wirtschaft werden gemeinsam mit verschiedenen Partnern Fortbildungs- und Informationsveranstaltungen für Einrichtungen entlang der Wertschöpfungskette organisiert.

 

Erfahrungen

Die Landeshauptstadt Erfurt ist bereits zum dritten Mal als Fairtrade-Stadt zertifiziert, es gibt mehrere Fairtrade-Schools und zahlreiche Bildungsangebote mit direktem Bezug auf bio-regional ausgerichtete Produktions-und Konsumtionsweisen. Die Fachhochschule Erfurt mit ihrer Fakultät Landschaftsarchitektur, Gartenbau und Forst und vor allem die Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau in Erfurt als Kompetenzzentrun Gartenbau in Thüringen bieten die wissenschaftliche Grundlage. Das Grüne Klassenzimmer auf der Erfurter Gartenbauausstellung, der Kinderbauerhof und andere Einrichtungen wie der kommunale NaturErlebnisGarten "Fuchsfarm" bieten Umweltbildungsangebote vom Kindergarten bis zu den Hochschulen.

Erfurt ist Mitglied der Thüringer Beschaffungsallianz mit dem Ziel, den Anteil fair und nachhaltig hergestellter Produkte in der Beschaffung durch die öffentliche Hand deutlich zu erhöhen.

Mit dem Integriertem Stadtentwicklungskonzept ISEK 2030 werden u. a. strategischen Ziele und strategische Ansätze fokussiert, welche direkt auf eine regionale und ökologische Landwirtschaft orientieren mit dem Ziel, großflächige Landwirtschaftsflächen ökologisch zu strukturieren. In Erfurt gibt es zahlreiche Geschäfte und Einrichtungen, die ausschließlich Bio – bzw. regional produzierte Ware anbieten, unter anderem die Großfirmen Denn's und Alnatura mit zusammen weit über 1.500 m² Angebotsfläche.

Gefördert durch

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft
Kontakt

Dr. Werner Ebert
BioMetropole Nürnberg
Hauptmarkt 18, 90403 Nürnberg
Telefon: 0911 / 231 41 89
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