Bremen

Die Stadt Bremen hat sich mit dem Aktionsplan 2025 das ambitionierte Ziel gesetzt, das Angebot in der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung auf 100 % Bio umzustellen. Die BioStadt Bremen koordiniert die Umsetzung.

Fakten

Seit 2015 ist Bremen BioStadt. Seitdem wurde viel erreicht, gleichzeitig haben wir noch viel vor.

Mit einem Senatsbeschluss wurde 2018 der „Aktionsplan 2025“ verabschiedet. Damit hat sich Bremen das Ziel gesetzt, das Angebot in der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung schrittweise auf bis zu 100% Bio umzustellen. Besonderer Fokus liegt dabei auf den städtischen KiTas und Schulen, aber auch die Krankenhäuser stellen im Zuge des Aktionsplans ihr Verpflegungsangebot auf 20% Bio um. Ziel ist es eine gesunde und ökologische Ernährung für alle Menschen in Bremen zu ermöglichen, gleichzeitig möchte die Stadt Bremen damit zu Ernährungsgerechtigkeit, Umweltschutz und einer tiergerechten Haltungsformen beitragen.

Zudem sollen bei diesem Transformationsprozess insbesondere regionale Lebensmittel und kurze Wertschöpfungsketten gefördert und dadurch die regionalen Strukturen gestärkt werden. Dies ist eine besondere Herausforderung und gleichzeitig eine enorme Chance. Bremen ist mit knapp 25% Ökolandbau - gemessen an der gesamten landwirtschaftlichen Fläche - sogar Bio-Spitzenreiter in Deutschland. Diese bereits vorhandenen endogenen Stärken aus Bremen und dem Bremer Umland sollen weiter gefördert werden.

Die BioStadt Bremen ist ein Projekt der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau. Zu den vielfältigen Aufgaben gehört insbesondere die ressortübergreifende Koordination der Maßnahmen zur Umsetzung des Aktionsplans. Zusätzlich unterstützt die BioStadt den Prozess mit einer Vielzahl an Maßnahmen und Kampagnen. Seit November 2020 ist der Bremer Staatsrat Ronny Meyer Sprecher des BioStädte-Netzwerks.

Die Inhalte des Aktionsplans 2025 im Überblick:

  • Den qualitativen Standards der Gemeinschaftsverpflegung durch die Einführung der Qualitätsstandards der DGE bzw. der Bremer Checkliste und die stufenweise Erhöhung des Bioanteils tierischer und pflanzlicher Produkte auf 100 % steigern (Krankenhaus-Kantinen auf 20 %).

  • Weg von industriell hochverarbeiteten Lebensmitteln und hin zu naturbelassenen Produkten. Darüber hinaus soll die Menü-Gestaltung möglichst saisonal und regional erfolgen.

  • Eine Analyse der Situation in den unterschiedlichen Bereichen der Gemeinschaftsverpflegung und Entwicklung von Instrumenten zur Evaluation und Weiterentwicklung des Aktionsplans.

  • Akzeptanz bei den Akteuren schaffen durch die Information über den Mehrwert der ökologischen Landwirtschaft, die Herkunft der Produkte, schmackhafte Gerichte und die Bezahlbarkeit für die Endverbraucher*innen gewährleisten.

Aufgaben und Ziele der Biostadt

  • Die Umsetzung des Aktionsplans 2025 koordinieren und steuern

  • Mehr Bio in Bremer Kitas, Schulen und in öffentlichen Einrichtungen

  • Gesunde und ökologische Ernährung für alle Menschen in Bremen ermöglichen

  • Mit Aktionen, Veranstaltungen und Kampagnen auf die Vorteile der bio-regionalen Landwirtschaft aufmerksam machen und die Menschen dafür begeistern

  • Die in den Bereichen Nachhaltigkeit, Ernährung, Landwirtschaft und Gesundheit engagierten Akteure vernetzen.

Projekte und Aktionen der Biostadt Bremen:

  • „Training Kitchen“ – Aufbau eines Kompetenzzentrums rund um das Thema nachhaltige Ernährung. Ein Ort an dem Küchenmitarbeitende durch regelmäßige, modulare Qualifizierungsangebote bei der Umstellung unterstützt werden.

  • Seit September 2020 gibt es ein Förderprogramm von der BioStadt Bremen für Projekte, die zur Umsetzung des Aktionsplans beitragen

  • Das jährliche Marktfest der BioStadt Bremen (immer am 1. Wochenende im Oktober)

  • Regelmäßige Netzwerkveranstaltungen

  • Ein Pilotprojekt in der öffentlichen Kantine im Haus des Reichs beim Senator für Finanzen Kantine

Erfahrungen aus vergangenen Projekten:

  • „Mehr Bio in Bremer KiTas“ war ein Pilotprojekt von dem Verein Sozialökologie e.V. und der Biostadt Bremen, bei dem drei Bremer KiTas dabei unterstützt wurden über einen zehnmonatigen Zeitraum auf Bio-Verpflegung umzustellen. Im Ergebnis wurden dabei insgesamt 96% Bio-Lebensmittel eingesetzt und es kam zu einer maximalen Preissteigerung von 15%. 

Kontakt

Ansprechpartnerinnen

Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau | Referat 35 - Landwirtschaft

Herr Shahin Azimi
Telefon: 0421 361 30058
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • Marktfest Bremen

  • Senatorin Dr. Maike Schaefer

  • Marktfest Bremen

  • Marktfest mit der Band Brazzo Brazzone

  • Marktfest Bremen

    Gefördert durch

    Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft
    Kontakt

    Dr. Werner Ebert
    BioMetropole Nürnberg
    Hauptmarkt 18, 90403 Nürnberg
    Telefon: 0911 / 231 41 89
    Kontaktformular

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