Biostadt München

München

Die Biostadt München feiert 2016 ihr Zehnjähriges. Der Münchner Stadtrat hat schon 2006 beschlossen „Biostadt“ als Aufgabe im Referat für Gesundheit und Umwelt zu verankern. Die steigende Nachfrage nach biologischen Lebensmitteln, das zunehmende Interesse der Konsumenten an der Produktionsweise der Lebensmittel, an der regionalen Herkunft und an den sozialen, gesundheitlichen und ökologischen Auswirkungen unserer Lebensweise hier bei uns und weltweit waren wichtige Gründe für das Engagement. Dabei konnte die Stadt München nur auf wenige bundesweite Vorerfahrungen bauen. Seit 2012 gehört München zu dem Gründungsnetzwerk der Biostädte Deutschlands.
Die Biostadt München arbeitet von Anfang an mit einem breiten Spektrum an Kooperationspartnern aus den Bereichen Landwirtschaft, Handel, Umwelt und nachhaltige Ernährung zusammen. Auch in der Stadtverwaltung mit ihren zahlreichen Anlässen für Verpflegung und Gästebewirtung wird das Thema positiv aufgegriffen. Zahlreiche Beschlüsse und Selbstverpflichtungen und die Beharrlichkeit bei der Aufgabenbewältigung lässt die Biostadt auf einige erfolgreiche Projekte blicken.

 

  • Die wesentlichen Fakten

    Unter dem Leitgedanke „bio-regional-fair“ beschloss der Stadtrat 2006 einstimmig, die Aktivitäten im Aufgabenfeld „Biostadt München“ zu verstärken und den Anteil an Bio in der Außer-Haus-Verpflegung zu vergrößern.

    Handlungsfelder sind:

    • Bio in Kindereinrichtungen
    • Bio im Geschäftsbereich der Stadt München
    • Bio in der Gastronomie
    • Verbraucheransprache
    • Kooperation und Vernetzung mit Akteuren im gleichen Handlungsfeld
    • Förderung von Initiativen und Organisationen, die die Ziele der Biostadt teilen. Z.B. fördern wir eine halbe Stelle zur Beratung von Gastronomen, die Projektstelle „Ökologisch Essen“.
    • Die Themen Regionalität, artgerechte Nutztierhaltung, Stadt-Land-Zusammenarbeit und Fair Trade fließen in die Tätigkeitsbereiche mit ein.
    • Von den zehn städtischen landwirtschaftlichen Gütern sind sieben biozertifiziert, ein Gut versteht sich zudem als Lernort Bauernhof für Kinder.
    • Die Stadt München berücksichtigt zunehmend mehr soziale und ökologische Kriterien bei der Beschaffung. München ist seit 2013 Fairtrade Stadt und fördert den fairen Handel gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Organisationen in München.
      Durch das Kooperationsprojekt „Bio für Kinder“ mit der Tollwood GmbH konnte nachgewiesen werden, dass Bio bei optimiertem Küchenmanagement und gesunder Speiseplangestaltung nur wenig Mehrkosten verursacht gegenüber konventioneller Verpflegung. In der Kita-Verpflegung werden 50% Bio und beim Fleisch 90% Bio eingesetzt. Bei der Umsetzung dieser Standards werden die Kitas begleitet und beraten.
    • Geschäftsbereich der Stadt München: In den Kantinen steht regelmäßig Bio auf der Speisekarte - zur Zeit mindestens 10%, eine Erhöhung auf 20% ist geplant. Bei städtischen Empfängen werden mindestens 20% Bio-Produkte angeboten. Einzelne Veranstaltungen sind bereits komplett in Bioqualität. Bei Stadtratssitzungen gibt es Bio-Brezn und fair gehandelten Kaffee und Tee. Die Stadt ist bemüht, die Anteile an Bio und Fair-Trade-Produkten stetig zu erhöhen. Gemeinsam mit anderen Kommunen wird zur Zeit ein Leitfaden erarbeitet, der die rechtlichen Rahmenbedingungen bei der Bio Beschaffung beleuchtet und zahlreiche praktische Tipps rund um die Bioeinführung in Kommunen enthalten wird. Er wird 2016 der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Gastronomiebereich werden interessierte Gastronomen und Betriebsküchen beraten. Ein Bio-Gastro- und -Einkaufsführer gibt einen aktuellen Überblick über entsprechende Unternehmen in München und Umgebung.
  • Nachhaltigkeitsziele der Biostadt München

    Die Stadt München setzt sich zum Ziel mit Unterstützung von Beratung und aktiver Begleitung den Bioeinsatz stetig zu erhöhen. So sollen bei allen Verpflegungsanlässen im Verantwortungsbereich der Stadt München mindestens 20% Bio- Produkte eingesetzt werden (z.B. Christkindlmarkt, Auer Dult, Konferenzen, Workshops aber auch städtische Einrichtungen wie Seniorenheime). Weiter soll der Anteil von regionalen Produkten und von Produkten aus artgerechter Tierhaltung erhöht werden.

  • Die wichtigsten Bio-Themen bzw. Projekte in der Biostadt München

    Die drei wichtigsten Themen bzw. Projekte in der Stadt: „Bio für Kinder“, Bio in Kitas, ernährungspädagogische Angebote Bio im Geschäftsbereich der LHM, Beschaffung, Bioeinsatz in der Gästebewirtung, genussorientierte Verbraucheransprache, wie z.B. das Aktionsprogramm „München schmeckt Bio“

  • Die wesentlichen Erfahrungen in der Biostadt München

    Es muss deutlich gemacht werden, dass Stadtratsbeschlüsse verbindliche Vorgaben sind. Allerdings reicht der Beschluss oder eine Absichtserklärung nicht aus. Bei der Umsetzung der Vorgaben, z.B. 20 % Bio in den städtischen Kantinen sollten die Betreiber aktiv begleitet und befähigt werden, dies auch im Alltag bewerkstelligen zu können. Die auftretenden Probleme sollten situationsspezifisch bearbeitet werden. Auch in zäh laufenden Projekten dran bleiben und ev. unterstützende Kooperationspartner gewinnen.

  • Die Biostadt München ist im Referat für Gesundheit und Umwelt, organisatorisch im Bereich Gesundheitsförderung angesiedelt. 2 Stellen, Sachmittelbudget, Fördertopf für Projekte im Bereich nachhaltige Lebensweisen und zur Erhöhung des Einsatzes von biologisch angebauten Lebensmitteln in der Außer-Haus-Verpflegung

    Ansprechpersonen:

    Angelika Lintzmeyer und Astrid Engel

    Angelika Lintzmeyer: Bio in Kindereinrichtungen, Bio in der Gastronomie, artgerechte Tierhaltung
    Tel. 089-233 47560
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    Astrid Engel: Bio im Geschäftsbereich der LHM, Regionalität, Kommunale Beschaffung
    Tel. 089-233 47552
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    Referat für Gesundheit und Umwelt
    Bayerstr. 28a
    80335 München

 

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für Ernährung und Landwirtschaft
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und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft

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